Chinesische Himmelslaternen und China-Ballone

Himmelslaternen sind in den letzten Jahren stark in Mode gekommen, während sie schon vor vielen tausend Jahren als Kong Ming Laternen in China erfunden wurden. Man ließ sie an Neujahr starten, an Geburtstagen und an Hochzeiten, freute sich an den leuchtenden kleinen Ballonen, die einfach so in den Nachthimmel entschwanden. Doch Deutschland wäre nicht Deutschland, wenn es keine Gesetze, Sicherheitsbestimmungen und Erlaubnisse zum Start von Himmelslaternen gebe.

Der Start von Himmelslaternen ist strikt reguliert und wir bitten auch diese Gesetzte zu beachten. Ebenso finden Sie hier zur Funktionsweise von Himmelslaternen Informationen als auch eine Himmelslaternen Gebrauchsanweisung.

Vor dem Start beachten Sie bitte die jeweiligen Himmelslaternen-Bestimmungen der Bundesländer – nur dann werden Sie auch guten Gewissens eine Himmelslaterne in die Luft steigen lassen.

Himmelslaternen verschenken

Trotz all diesen Dingen, die man beachten muß, kann man Freude an den Himmelslaternen haben, vor allem wenn man diese in Spiele zu Geburtstagen und Hochzeiten einbietet – man muß sie ja nicht ewig fliegen lassen oder an einer Leine hoch lassen. Wir geben Tipps wie man die Himmelslaternen zum Geburtstag und zu Hochzeiten in die Feierlichkeiten einbinden kann. Oder doch 50 Basis Ballons, bunt sortierte Farben (bei Amazon)?

Zu Geburtstagen oder auch zu Hochzeiten werden die Himmelslaternen immer wieder gern verschenkt. Sie sind besonders beliebt, da sie nicht nur leise in den Himmel aufsteigen, im Vergleich zu Feuerwerk, sondern weil man mit den Himmelslaternen auch Wünsche formulieren kann.

Entweder schreibt man seinen eigenen Wunsch zur Feier auf die Laterne oder schenkt mehrere Laternen, sodass auch andere Gäste ihre Wünsche aufschreiben können. Die Wünsche lassen sich bei den Laternen auf zwei verschiedene Arten und Weisen formulieren. Zum einen kann der Wunsch direkt auf der Laterne vermerkt werden. Das dünne Seidenpapier darf jedoch nicht beschädigt werden. Aus diesem Grund darf kein Stift mit einer spitzen Mine verwendet werden. Am besten nimmt man einen Filzstift. Dieser hat eine sehr weiche Mine und wird die Hülle der Laterne nicht beschädigen. Es soll pro Laterne jedoch nur ein Wunsch formuliert werden. Eine weitere Form, den Wunsch in Erfüllung zu bringen, hat nichts mit dem Aufschreiben zu tun. Und die Laterne kann nicht beschädigt werden. Kurz vor dem Aufsteigen, wenn die Laterne schon mit der warmen Luft gefüllt ist und schwebt, kann ein Wunsch in die untere Öffnung der Laterne gesprochen werden. Dieser steigt mit der warmen Luft dann nach oben in den Himmel und soll hier in Erfüllung gehen.

Die Himmelslaternen verschenken ist dennoch ein gelungenes Geschenk und kann viel Freude bereiten. Sie eignen sich für die unterschiedlichsten Feste und Feiern und sind immer eine besondere und individuelle Idee.

Himmelslaternen zur Hochzeit verschenken

Die Himmelslaternen sind für Hochzeiten sehr beliebt. Es gibt immer mehr Feiern, bei denen die Laternen in den Himmel steigen gelassen werden. Sie eignen sich nicht nur als Mitbringsel zu einer Hochzeit, sondern auch als Geschenk für das Brautpaar.

Himmelslaternen haben etwas Geheimnisvolles und gleichzeitig auch Schönes an sich. Im Gegensatz zu einer Rakete oder einem Feuerwerk steigen sie leise in den Himmel auf und man kann langsam verfolgen, wie das Licht immer höher geht und davonfliegt. Möglich ist es, gleich mehrere Laternen zu einer Hochzeit mitzubringen und diese von den gesamten Gästen steigen zu lassen. Gleichzeitig kann ein Wunsch auf der Laterne formuliert werden oder man spricht ihn in die untere Öffnung. Damit können alle Wünsche für das Brautpaar gleich in den Himmel aufsteigen und erfüllt werden. Die chinesische Tradition eignet sich gut für solche Veranstaltungen. Die Himmelslaterne ist mit einem persönlichen Wunsch beispielsweise auch schon zur Feier mitzubringen und kann an das Brautpaar verschenkt werden.

Um die Laternen steigen zu lassen, muss die Veranstaltung auf einem entsprechenden Gelände stattfinden und meist muss man vorher die Genehmigung bei der zuständigen Gemeinde einholen. Außerdem braucht man mehr Helfer, desto mehr Laternen man aufsteigen lassen will. Das Hochzeitspaar soll natürlich den besten Blick auf die Laternen haben, wenn sie langsam in den Himmel hinaufsteigen. Viele Laternen sehen besonders eindruckvoll und gleichzeitig romantisch aus. Damit bleibt der Abend der Hochzeit unvergessen und in ein warmes Kerzenlicht am Himmel getaucht.

Himmelslaternen zum Geburtstag verschenken

Ein Geburtstag bietet sich für ein persönliches und gleichzeitig individuelles Geschenk an. Was könnte persönlicher sein, als den eigenen Wunsch auf eine Himmelslaterne zu formulieren und diese am Abend in den Himmel steigen zu lassen. Es sind nicht immer die materiellen Dinge, die Menschen Freude bereiten können. Schon alleine der Wunsch und der Anblick der schönen Laternen könnten Geschenk genug sein.

Mit den Himmelslaternen bringt man eine Geburtstagsfeier am Abend auf ihren visuellen Höhepunkt. Die Feiern eignen sich ideal als Anlass, um gleich mehrere Laternen in den Himmel aufsteigen zu lassen und damit dem Beschenkten die besten Wünsche zu formulieren. Direkt auf dem Papier geschrieben oder in die Laterne gesprochen sollen sie die Wünsche erfüllen. An den Anblick der Laternen und an die Glückwünsche wird man sich noch lange erinnern können. Die Laternen sollten an einem ruhigen Moment vorbereitet werden und dann aufsteigen. Diesen Moment wird der Beschenkte nicht so schnell vergessen können und er prägt sich besonders lange ein. Die Himmelslaternen gibt es in unterschiedlichen Größen und Farben, wobei Abwechslungsreichtum und Kreativität ebenso Eindruck machen können. Vorher braucht man sich nur zu informieren, ob die Laternen am Ort der Geburtstagfeier aufsteigen dürfen und ob man von der zuständigen Gemeinde die Genehmigung erhält. So sollte einer unvergesslichen Geburtstagsfeier mit Himmelslaternen nichts mehr im Wege stehen.

Kong Ming Laterne, Chinaballon, Skylaterne und Partyballon

Die Himmelslaternen haben mit wachsender Beliebtheit auch unterschiedliche Namen erhalten. In ihrem Heimatland China werden sie nach dem Erfinder benannt und sind als Fachbegriff unter Kong Ming Laterne bekannt. Mehr zur Geschichte der Kong Ming Laternen lesen Sie hier. In Deutschland hat sich immer mehr der Name Himmelslaterne durchsetzen können, wobei es noch viele weitere Bezeichnungen gibt, die man kennen sollte.

Hört man beispielsweise von einem Partyballon, dann handelt es sich nicht um einen normalen Luftballon, sondern um die beliebten Himmelslaternen. Sie wird oft auf Partys eingesetzt und ist das optische Highlight am Abend, woher scheinbar der Name rührt. Aufgrund ihres Herkunftslandes besitzt sie auch den Namen Chinaballon, was in Deutschland allerdings weniger verbreitet ist und leicht mit Chinaböllern zu verwechseln wäre. Ein weiter bekannter Begriff ist die Skylaterne, zusammengesetzt aus dem englischen Begriff für Himmel und der deutschen Laterne. Auch unter dem Namen Feuerlaternen sind die Modelle bekannt, da sie immerhin mit offenem Feuer geheizt werden und am Himmel, wie ein kleiner feuriger Punkt aussehen.

Durch ihren Zweck haben Sie noch einen Namen erhalten. Wunschballon nennt man sie, da kleine Wünsche formuliert auf das Papier geschrieben werden können und dann in den Himmel aufsteigen. Hier sollen sie schneller in Erfüllung gehen. Gerade auf Hochzeiten nutzt man oft das Wort Wunschballon, damit die Eigenschaft schnell klar dargestellt wird. Im Englischen werden sie oft als Asian Skylights bezeichnet.

Die Himmelslaterne besitzt eine sehr lange Geschichte. Sie kann bis auf über 2000 Jahre zurückverfolgt werden. Erfunden hat sie der chinesische Militärführer Kong Ming. Daher besitzt die Himmelslaterne normalerweise auch seinen Namen und wird als Kong Ming Laterne bezeichnet.

Kong Ming ist dabei einer der bekanntesten Namen in chinesischen Familien. Er lebte in den letzten Jahren der Han Dynastie, die durch Kriege bekannt wurde. Sie war gezeichnet durch Kämpfen zwischen vielen militärischen Führern und politischer Korruption. “Kong Ming” erhielt diesen Namen von seinem Vater, da dies “intelligent” auf chinesisch heißt.Er starb in einer Schlacht an Erschöpfung – sein ganzes Leben lang las er die Aufschriebe von chinesischen Gelehrten und Philosophen. Noch heute steht sein Name für Intelligenz, Cleverness und Weisheit.

Die Kong Ming Laterne wurde nicht zu Dekorationszwecken, sondern nur zur Kommunikation eingesetzt. Über viele Kilometer hinweg bleibt die Laterne sichtbar und kann diverse Signale weiterleiten und zum Beispiel geheime Standorte bekanntgeben. Heute haben sie diesen Zweck verloren und werden nur noch zu besonderen Anlässen eingesetzt. Sie sind eine Art geräuschloses Feuerwerk und können den Himmel in ein Lichtermeer verwandeln. Heute soll die Laterne eher Glück bringen und den einen oder anderen Wunsch erfüllen. Daher wird sie gern für Hochzeiten eingesetzt, bei der die Wünsche in den Himmel steigen können. Ebenso zum Gedenken werden die Laternen angezündet und steigen als Mahnung nach oben. In Thailand gab es im Jahr 2005 ein Ereignis, bei dem 5000 Laternen im Gedenken an die Opfer des Seebebens aus dem Jahr 2004 in den Himmel entlassen worden sind. Ein unglaubliches Ereignis, welches in Bilder festgehalten wurde.

Seit dem Jahr 2006 sind die Laternen auch in Europa erhältlich und erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Zu verschiedenen Festen und Feiern werden sie eingesetzt, da sie gegenüber einem herkömmlichen Feuerwerk viele Vorteile haben. Sie sind leise und hinterlassen weniger Müll, als es ein Feuerwerk tun würde. Jeder kann die Laterne heute in den Himmel steigen lassen und braucht dafür keine gesonderte Ausbildung. Lediglich die Erlaubnis der jeweiligen Stadt ist einzuholen.

Wie funktionieren die Himmelslaternen?

Hinter den aufsteigenden Himmelslaternen steckt ein einfaches physikalisches Prinzip. In Leichtbauweise bestehen sie aus einer Papiertüte mit einer entsprechenden Öffnung nach unten. Ein runder Rahmen und zwei Drahtspeichen verstärken diese Öffnung. Hier kommt eine brennbare Flüssigkeit oder ein mit Wachs getränkter Baumwollstoff hinein und wird entzündet.

Die Laterne kann bis zu einem Meter hoch sein und besitzt einen Durchmesser zwischen 40 und 60 Zentimeter. Nach Prinzip eines Heißluftballons steigt die Wärme des entzündeten Materials nach oben und weitet den Papierschirm. Die warme Luft im Inneren der Laterne hat nun eine geringere Dichte als die Außenluft und wird leichter als die Umgebung. Physikalisch gesehen nennt man dies Auftrieb, was letztlich zum Aufsteigen der Laterne führt. Ein paar Turbulenzen können den Ballon schnell ins Wanken bringen. Insgesamt besitzt die Himmelslaterne eine Brennphase von etwa 5 bis 30 Minuten. Je nachdem wie hoch und wie lange die Laterne schon unterwegs ist, kann man sie beobachten. Sie steigen mehrere Hundert Meter in den Himmel auf und werden über Kilometer hinweg durch den Wind getrieben.

Damit ein sicherer Start gewährleistet werden kann, muss es recht windstill sein, sonst verliert der Papierschirm an Stabilität. Das Seidenpapier ist sehr dünn und könnte durch den Wind leicht zerstört werden. Allerdings sieht man durch das dünne Papier die Lichtquelle noch viele Kilometer entfernt leuchten. Oft sind die Himmelslaternen mit einer zusätzlichen Imprägnierung versehen, damit sie feuerfest genug sind.

Gebrauchsanweisung für Himmelslaternen

Generell können die Laternen in verschiedenen Größen und Farben bestellt werden. Mit einer einfachen Gebrauchsweisung steigen sie dann zum entsprechenden Event in den Himmel. Zuerst ist das Wachs-Pad mit den Drähten oder der Drahtschlaufe mittig unter der Laterne zu befestigten. Hier gibt es zwischen den Modellen einige Unterschiede, die allerdings alle leicht zu benutzen sind.

Vor dem Anzünden bekommt man noch die Möglichkeit, einen Wunsch auf das Papier zu formulieren. Dieses ist allerdings sehr dünn und kann bei einem harten Stift leicht reißen. Danach wird die Laterne vorsichtig mit beiden Händen aufgefaltet. Auch hier muss besonders vorsichtig mit dem Papier umgegangen werden, denn schon ein Loch oder ein Riss reichen aus, damit die Laterne nicht mehr funktioniert. Die Laterne wird nun so weit wie möglich auseinandergefaltet und das Wachs-Pad wird entzündet. Am besten funktioniert dies mit einer langen Kerze. Eine andere Person muss die Laterne aufrecht halten, sodass die Luft in den Ballon steigen kann. Um die Sicherheitsvorkehrungen zu wahren, sollte man am besten feuerfeste Handschuhe tragen, wenn das Wachs-Pad entzündet wird. Am oberen Ende hält man nun die Himmelslaterne fest, bis die Luft erwärmt ist und die Laterne von alleine nach oben steigt. Dies kann bis zu einer Minute dauern. Erst dann dürfen die oberen Papierenden losgelassen werden und die Laterne kann noch am unteren Rahmen gehalten werden.

Nach kurzer Zeit merkt man, dass die Himmelslaterne aufsteigen möchte. Hier kurz den Ballon nach unten drücken, damit die warme Luft besser verdichtet wird. Dann kann die Laterne langsam nach oben abgestoßen werden. In jedem Fall müssen auch hier die Sicherheitsbestimmungen beachtet werden, da sonst eine mögliche Brandgefahr besteht. Bei Wind sind die Laternen generell nicht zu verwenden. Wenn der Wunsch nicht auf das Papier der Laterne geschrieben wurde, kann er in die Laterne beim Aufsteigen geflüstert werden. Dies soll den gleichen Effekt mit sich bringen.

Himmelslaterne selber basteln

Mit Himmelslaternen können unterschiedliche Feste und Feiern verschönert werden und dem Beschenkten einen Wunsch erfüllen. Die beliebten Laternen aus China lassen sich sogar mit einer ausführlichen Anleitung selbst basteln.

Mit etwas Geschick und Bastelbegabung stellt es kein Problem dar, die Laternen selbst zu gestalten und zu basteln. Wer das Prinzip der Laternen verstanden hat, wird diese auch basteln können. Je größer die Laterne ist, desto einfacher lassen sich diese herstellen und in den Himmel aufsteigen. Zunächst braucht man besonders leichtes Papier, dem Seidenpapier sehr ähnlich. Zu den weiteren Bastelmaterialien gehören:

  • etwas Peddigrohr (3mm stark)
  • Draht
  • Kerzenwachs
  • Baumwolltuch

Das Papier muss vorbereitet und in die richtige Form geschnitten werden. Die Höhe des Bogens bestimmt auch die Höhe der späteren Laterne. An der oberen Seite wird die Laterne zusammengeklebt. An der unteren Öffnung wird das Papier um das Rohr gelegt, sodass eine stabile runde Öffnung entsteht. Bei den traditionellen Himmelslaternen ist diese Öffnung mit einem Bambusrohr gewährleistet. Als Brennmaterial muss ein Tuch in Wachs getränkt werden. Das Tuch wird dann auf eine Schale aus Aluminium gelegt. Diese wird mithilfe der Drähte am Rohr befestigt, sodass die Schale mit den Brennmaterialien in der Mitte der Laterne befestigt ist. Es kann nicht herausrutschen und die warme Luft steigt bis in die Laterne auf. Sie ist nun zum Flug bereit.

Flying Wishpaper als Alternative zu Himmelslaternen

Himmelslaternen bieten zu Feierlichkeiten sowohl einen optischen als auch einen symbolischen Reiz. Die kleinen Laternen steigen mithilfe eines Brennmittels in den Himmel auf und sollen somit die aufgeschriebenen Wünsche in Erfüllung gehenlassen. In vielen Bundesländern ist die asiatische Tradition mittlerweile verboten oder wurde zumindest eingeschränkt. Wer bei einer Feier dennoch auf diese Form der Wünsche zurückgreifen will, kann sich der FLYING WISH PAPER bedienen.

Es handelt sich um eine ungefährliche und kleinere Variante der Himmelslaternen, die auch im Inneren eines Gebäudes angewandt werden kann. Natürlich steht der Benutzung im Freien nichts im Wege. Das Ziel ist ähnlich, Wünsche können formuliert werden und in Erfüllung gehen. Mit dem Einbeziehen der kompletten Feiergesellschaft bietet man als Geschenk nicht nur eine Besonderheit, sondern auch eine Attraktion für alle Gäste. Das Highlight sollte natürlich am Abend stattfinden.

Die Flying Wishpaper kommen in einem Set, wobei man 50 kleine Pergamentzettel erhält, Bleistifte, feuerfeste Unterlagen und Streichhölzer. Zunächst müssen die Zettel verteilt und die Wünsche formuliert werden. Natürlich können auch Gebete oder Segnungen auf die Zettel aufgeschrieben werden. Beim Schreiben ist Vorsicht geboten, denn bei Pergament handelt es sich um sehr dünnes Papier, welches schnell zerreißen kann. Damit die Wünsche später auch abgeschickt werden und in Erfüllung gehen können, darf mit den Bleistiften nicht zu stark aufgedrückt werden. Auch andere Stifte lassen sich verwenden, wenn diese leicht schreiben und eine weiche Spitze haben. Danach werden die Zettel zusammengeknüllt, sodass sie nicht zerreißen. Nun faltet man sie wieder auseinander und bringt sie in Form. Das bedeutet, es muss eine kleine Rolle entstehen, damit das Papier hingestellt werden kann. Nun kommt die feuerfeste Unterlage zum Einsatz. Da Feuer verwendet wird, muss der Untergrund geschützt werden. Am besten stellt sich das Röhrchen auf einem flachen Untergrund auf. Es gibt 25 feuerfeste Unterlagen, sodass für zwei Papiere dieselbe Unterlage verwendet wird.

Jetzt beginnt die eigenetliche Attraktion, denn die Papiere müssen angezündet werden. Dies geschieht an der Spitze. Es geht eine blaue Flamme auf und die Gäste können zusehen, wie ihre blauen Zettel auch blau verbrennen. Bei Dunkelheit wirken diese Flammen natürlich viel beeindruckender. Nach kurzer Zeit steigen die leichten Zettel mit der Flamme nach oben und die restliche Asche wird noch in der Luft vom Wind verweht. Mit der Verwehung sollen symbolisch auch die Wünsche bald in Erfüllung gehen. Da eine komplette Feiergesellschaft mit einbezogen wird, eigenen sich die Flying Wishpaper für Geburtstage, Taufen oder Hochzeiten. Damit kann auf ein großes Feuerwerk verzichtet werden, denn es zählen die kleinen Dinge und Glückwünsche, die hiermit liebevoll dargestellt sind.

Warum sind sie so gefährlich

Die Himmelslaternen bergen trotz ihrer Schönheit auch so manche Gefahr mit sich. Nur wenn die Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden, können die Gefahren abgewandt werden. Normalerweise sollte die Laterne erst sinken, sobald der Brandsatz erschöpft ist. Dennoch geht eine erhebliche Brandgefahr von ihnen aus.

Schon beim Start kann sich die Himmelslaterne entzünden, wenn das Papier zu dicht an die Zündquelle gehalten wird. Es muss komplett aufgefaltet sein. Umstehende Personen könnten leicht verletzt werden. Durch einen Windstoß ist es möglich, dass die Laternen in der Luft abbrennen und abstürzen. Am Boden herrscht wieder eine Brandgefahr für alle umliegenden Gegenstände. Verliert die Laterne ihren Auftrieb, kann sie trotz brennendem Körper sinken und auch hier wieder umliegende Gegenstände mit in Brand stecken. Treiben die Laternen nicht zu hoch, können sie sich in Hindernissen, wie beispielsweise Bäumen oder Hochspannungsleitungen verfangen und leicht entzünden. Selbst bei einer regulären Landung, wenn der Brennkörper schon erloschen ist, gibt es die Möglichkeit, die umliegenden Gegenstände zu entflammen, da Restwärme vorhanden ist. Trockene Witterung und längere Hitzeperioden begünstigen natürlich den Fall, dass umliegende Dinge entflammt werden. Es besteht eine erhöhte Waldbrandgefahr.

Ebenso zu den Gefahren zählt die Irritation des Flugverkehrs oder des Straßenverkehrs. Herabfallende Lampen könnten von Vieh gefressen werden und hier Verletzungen im Magen hervorrufen. Es kam bereits zu Ufo-Meldungen und Feueralarm ist nicht ausgeschlossen bei der hohen Brandgefahr.

Sicherheitsbestimmungen

Mit dem Einsatz der Himmelslaternen ist eine entsprechende Genehmigung einzuholen. Vor dem Anzünden muss die Laterne komplett aufgefaltet sein. Der direkte Kontakt zwischen Wachs und Laterne darf nicht hergestellt werden, aufgrund von Brandgefahr. Verletzungen sind die Folge.

Nach dem Entzünden sind die Laternen am besten in den Händen zu halten, bis sie aufsteigen. Hier können sie nicht umkippen. Stellt man die Laterne beim Entzünden auf den Boden, so sollte Sie auf einem nicht entzündbaren Boden stehen. In diesem Zusammenhang kann der Laterne jedoch der Sauerstoff entzogen werden und die Flamme erlischt. Ebenso dürfen die Laternen nicht in der Nähe von Tankstellen, Hochspannungsleitungen oder von Bäumen aufsteigen. Der Einsatz ist für eine maximale Windstärke 2 vorgesehen. Selbst in der Nähe von Häusern können die Laternen leicht Brände auslösen. Es sollte fast windstill sein, damit die Laternen nicht zu weit abtreiben, wenn sie in den Himmel steigen. In der Flugbahn dürfen keine Hindernisse oder andere Flugobjekte gesichtet werden. Als Abstand zu Flugplätzen sind mindestens 5 Kilometer zu wählen. Meist sind die Plätze vorgeschrieben innerhalb einer Gemeinde, an denen man die Laternen steigen lassen kann.

Kinder sollten die Laternen nicht selbst ausprobieren. Nur in Gegenwart von Erwachsenen dürfen die Laternen verwendet werden. Die Gebrauchsanweisung ist vorher zu lesen, da jede Laterne anders aufgebaut ist und anders zu handhaben ist. Ein interessanter Punkt zur Überprüfung ist, ob die Laterne versichert ist und somit entstandene Schäden durch die Versicherung übernommen werden.

Erlaubnisse in Bundesländern

Aufgrund der hohen Gefahren und Risiken sind die Himmelslaternen nur mit einer speziellen Genehmigung erlaubt oder generell verboten. In ganz Europa gibt es zunehmend Einschränkungen, dass die Laternen nicht weiter verwendet werden dürfen. Außerdem gibt es immer mehr Vorschriften zu beachten, die in diesem Zusammenhang eingehalten werden müssen. Jedes Bundesland legt die Regelungen für sich selbst fest.

Allgemein gilt in Deutschland kein generelles Verbot, diese Himmelslaternen aufsteigen zu lassen. Je nach Bundesland oder Stadt ist der Verbrauch allerdings eingeschränkt oder sogar verboten. Die Luftverkehrsordnung macht keine Einschränkungen, wobei hier jedoch ein Antrag gestellt werden muss. Polizei und Ordnungsamt müssen informiert werden. In Baden-Württemberg benötigt man eine solche Genehmigung der Luftfahrtbehörde, die jedoch sehr selten erteilt wird. In Thüringen gibt es seit Oktober 2009 ein Verbot für die Laternen. Dabei muss man mit Bußgeldern bis zu 5.000 Euro rechnen, sollten sie noch angewandt werden. Hamburg hat ab Februar 2010 das Verbot ausgesprochen und Schleswig Holstein bereits seit August 2009. In Sachsen-Anhalt muss man sich immerhin an eine Gefahrenabwehrverordnung halten, damit Brände verhindert werden können. In Sachsen jedoch sind sie bereits ab September 2009 verboten. Ebenso ist der Gebrauch in Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern untersagt. Rheinland-Pfalz hat ein Verbot für die Laternen im September 2009 ausgesprochen und im Saarland ist das Aufsteigen ebenso verboten. In Bayern und Berlin braucht man eine Genehmigung, die jedoch kaum noch erteilt wird.

Hier eine Übersicht der Erlaubnisse nach Bundesländern in alphabetischer Reihenfolge:


Baden Württemberg

Kein Aufsteigen von Himmelslaternen erlaubt.


Bayern

Kein Aufsteigen von Himmelslaternen erlaubt.


Berlin

Ein Aufsteigen von Himmelslaternen ist erlaubt, man benötigt aber eine Genehmigung, die im Normalfall nicht erteilt wird.


Hessen

Kein Aufsteigen von Himmelslaternen erlaubt. Mehr Infos.


Mecklenburg-Vorpommern

Ein Aufsteigen von Himmelslaternen ist erlaubt, man benötigt aber eine Genehmigung, die im Normalfall nicht erteilt wird.


Niedersachsen

Kein Aufsteigen von Himmelslaternen erlaubt.


Nordrhein-Westfalen

Kein Aufsteigen von Himmelslaternen erlaubt.


Rheinland-Pfalz

Kein Aufsteigen von Himmelslaternen erlaubt.


Sachsen

Kein Aufsteigen von Himmelslaternen erlaubt.


Saarland

Kein Aufsteigen von Himmelslaternen erlaubt.


Sachsen-Anhalt

Der Gebrauch von Himmelslaternen ist nicht erlaubt.


Schleswig-Holstein

Das Aufsteigen von Himmelslaternen ist untersagt.


Thüringen

Kein Aufsteigen von Himmelslaternen erlaubt.


Bremen

Ein Aufsteigen von Himmelslaternen ist erlaubt, man benötigt aber eine Genehmigung, die im Normalfall nicht erteilt wird.


Hamburg

Ein Aufsteigen von Himmelslaternen ist erlaubt, man benötigt aber eine Genehmigung, die im Normalfall nicht erteilt wird.


Brandenburg

Ein Aufsteigen von Himmelslaternen ist erlaubt, man benötigt aber eine Genehmigung, die im Normalfall nicht erteilt wird.